Februar 2026

Asset Liability Management: für eine solide finanzielle Entwicklung der sgpk

Die Leistungen, die wir für unsere Versicherten im Alter, bei Invalidität und im Todesfall erbringen, werden einerseits durch die Beiträge von Versicherten sowie Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern und andererseits durch die Erträge unseres Anlagegeschäfts finanziert. Um sicherzustellen, dass jederzeit ein angemessenes Gleichgewicht zwischen den zu erbringenden Leistungen (Passivseite der Bilanz) sowie deren Finanzierung (Aktivseite der Bilanz) besteht, führen wir in regelmässigen Abständen Asset Liability Management-Studien (ALM-Studien) durch.

Die Waage symbolisiert das Asset Liability Management, indem sie das Streben nach Gleichgewicht und Ausgeglichenheit zwischen den zu erbringenden Leistungen und ihrer Finanzierung darstellt.

Variabilität der Vorsorgevermögen
Im Verlauf eines Geschäftsjahres treten Versicherte in unsere Pensionskasse ein und leisten gemeinsam mit ihren Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern Sparbeiträge. Gleichzeitig treten Versicherte aus unserer Pensionskasse aus, oder sie beziehen Leistungen von uns. Diese ständigen Zu- und Abflüsse von Sparguthaben führen dazu, dass laufend Vorsorgekapitalien gebildet oder aufgelöst werden müssen.

Nicht minder variabel sind die Erträge, die wir im Rahmen der Anlage der Vorsorgevermögen an den Finanzmärkten erzielen können. Sie hängen massgeblich davon ab, wie sich die globalen Börsen entwickeln.


Periodische ALM-Studie
Damit wir unseren Verpflichtungen trotz dieser Variablen jederzeit und zuverlässig nachkommen können, führen wir periodisch ALM-Studien durch. Sie untersuchen die langfristige Entwicklung der Aktiv- sowie der Passivseite unserer Bilanz und berücksichtigen dabei verschiedene Zukunftsszenarien. 


Die ALM-Studie des Jahres 2022 bestätigte eine solide Balance zwischen der Aktiv- und der Passivseite unserer Bilanz und zeigte, dass das bestehende Risikoniveau moderat erhöht werden kann, um das langfristige Renditepotential zu stärken. Auf dieser Basis wurden per 1. Januar 2023 gezielte Anpassungen in der Anlagestrategie vorgenommen.

Im Jahr 2025 wurde neuerlich eine ALM-Studie durchgeführt. Sie berücksichtigt die seither veränderten Kapitalmarktbedingungen, insbesondere das gestiegene Zinsniveau, die veränderten Inflationserwartungen sowie die aktualisierte Struktur der Verpflichtungen. Die Studie bestätigte die grundsätzliche Robustheit der bestehenden Anlagestrategie, zeigte jedoch weiteren Optimierungsbedarf in Bezug auf Ertragsquellen, Diversifikation und die Steuerung der Risiken.

Gestützt auf die Ergebnisse der neusten ALM-Studie hat unser Stiftungsrat eine angepasste Anlagestrategie beschlossen. Die neue strategische Asset Allokation tritt per 1. Januar 2026 in Kraft und zielt darauf ab, die langfristige finanzielle Stabilität unserer Pensionskasse weiter zu stärken und gleichzeitig das Renditepotential im Einklang mit der Risikofähigkeit zu optimieren. 

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Liquidität

Der strategische Anteil an Liquidität wird erhöht. Liquidität dient als wichtiger Puffer zur Stabilisierung des Gesamtportfolios und als Risikoabsicherung im Zusammenhang mit der Aktienquote. Sie ermöglicht es, Marktschwankungen abzufedern und stellt sicher, dass notwendige Umschichtungen zur Wahrung der strategischen Vermögensaufteilung (Rebalancing) effizient und zeitnah umgesetzt werden können. Gleichzeitig unterstützt der erhöhte Liquiditätsanteil eine flexible Steuerung der laufenden Mittelzu- und -abflüsse.

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Hypotheken

Ein hochwertiges Hypothekenportfolio sorgt für einen steten Ertrag, gleichzeitig stehen ihm reale Werte in Form von Immobilien gegenüber (Grundpfand). Das minimiert unser Risiko.

Wir erhöhen deshalb den Anteil an Hypotheken in unserem Gesamtportfolio weiter (Fest-, SARON- und nachhaltige Hypotheken).

→ Hier gehts zu unserem Hypothekenangebot

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Obligationen in Fremdwährungen

Die strategischen Allokationen in Unternehmensobligationen in Euro und US-Dollar werden vollständig abgebaut. Damit wird das Fremdwährungsrisiko reduziert und die Komplexität der Steuerung des Nominalwertportfolios vereinfacht. Gleichzeitig wird der Fokus konsequent auf den Schweizer Heimmarkt gelegt.

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Aktien Small Cap und Aktien Emerging Markets

Der Anteil an globalen Small-Cap-Aktien wird erhöht. Kleinere und mittelgrosse Unternehmen weisen langfristig ein attraktives Renditepotenzial auf und erhöhen die Diversifikation innerhalb des Aktienportfolios. 

Ebenso erhöhen wir den strategischen Anteil an Aktien aus Schwellenländern. Damit wird das langfristige Wachstumspotential dieser Regionen stärker genutzt und die globale Diversifikation weiter verbessert.

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Indirekte Immobilienanlagen

Der Anteil an indirekten Immobilienanlagen in der Schweiz wird leicht erhöht. Beteiligungen an Anlagestiftungen ergänzen das Direktportfolio sinnvoll und ermöglichen eine breitere Diversifikation innerhalb des Schweizer Immobilienmarktes.

Gleichzeitig heben wir den strategischen Anteil an ausländischen Immobilien auf. Damit wird das Fremdwährungsrisiko weiter reduziert und die Konzentration auf den heimischen Immobilienmarkt verstärkt.

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