Ethos veröffentlicht Engagement Paper zur Natur: Risiken, Erwartungen und Handlungsfelder für Unternehmen

Die Stiftung Ethos, der wir seit 2014 angehören, hat Ende 2025 ein Engagement Paper zum Thema Natur veröffentlicht. Der Leitfaden zeigt, was institutionelle Anlegerinnen und Anleger von Unternehmen im Umgang mit Natur- und Biodiversitätsverlust erwarten – und damit auch unsere Erwartungen als sgpk.

Natur und Wirtschaft können langfristig gesehen nicht isoliert voneinander betrachtet werden. 

Natur und Wirtschaft hängen zusammen

Gemäss den Vereinten Nationen stellen Naturzerstörung und Biodiversitätsverlust eine systemische Bedrohung für Wirtschaft und Gesellschaft dar. Ursachen sind unter anderem intensive Land- und Wassernutzung, Rohstoffabbau, Fischerei, Holzgewinnung, Umweltverschmutzung und der Klimawandel. Auch globale Entwicklungen wie Bevölkerungswachstum und zunehmende Urbanisierung verstärken den Druck auf natürliche Lebensgrundlagen.

Unternehmen tragen entlang ihrer gesamten Lieferketten direkt oder indirekt zum Natur- und Biodiversitätsverlust bei. Gleichzeitig sind sie stark auf funktionierende Ökosysteme angewiesen, etwa auf Wasser, fruchtbare Böden, Rohstoffe oder stabile klimatische Bedingungen. Werden diese Grundlagen geschädigt, entstehen für Unternehmen vielfältige Risiken. Dazu zählen beispielsweise:

  • physische Schäden wie Überschwemmungen oder Ressourcenknappheit,
  • strengere gesetzliche Vorgaben, 
  • Reputationsverluste oder
  • rechtliche Haftungsrisiken.
Gleichzeitig eröffnen sich Chancen, etwa durch umweltverträgliche Produkte und Dienstleistungen, neue Geschäftsfelder wie ökologische Sanierung, effizientere Ressourcennutzung oder Wettbewerbsvorteile.
Diese Vor- und Nachteile kommuniziert Ethos im Dialog mit Unternehmen. 

Kernpunkte des Engagement Papers Natur

Vor diesem Hintergrund beschreibt Ethos in ihrem Engagement Paper, worauf die Stiftung im Dialog mit Unternehmen besonders achtet. Unternehmen sollen:

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ihre Abhängigkeit von natürlichen Ressourcen und ihre Auswirkungen auf die Natur systematisch analysieren

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Risiken und Chancen frühzeitig erkennen und in ihre Unternehmensführung einbeziehen
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klare und verbindliche Grundsätze zum Schutz von Natur und Biodiversität festlegen
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sich an internationalen Biodiversitätszielen orientieren
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messbare Ziele definieren und transparent darüber berichten
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glaubwürdige Strategien entwickeln, um ihre Geschäftsmodelle schrittweise naturverträglicher auszurichten

Damit sollen Risiken verringert, Chancen genutzt und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit gesichert werden. 

Warum das für uns als sgpk wichtig ist 

Als institutionelle Anlegerin können sich die finanziellen Folgen des Natur- und Biodiversitätsverlusts auch auf uns auswirken. Naturbedingte Risiken können die Ertragskraft von Unternehmen und damit den Wert unserer Anlagen beeinträchtigen. Gleichzeitig gewinnen transparente und verlässliche Informationen über Risiken und Strategien an Bedeutung.

Als Mitglied des Ethos Engagement Pool Schweiz bündeln wir unsere Stimme gemeinsam mit anderen Pensionskassen. Dadurch kann Ethos im Namen vieler Anlegerinnen und Anleger mit einer stärkeren Verhandlungsposition auf Unternehmen einwirken und Verbesserungen einfordern.

Unser Auftrag ist es, die Sparguthaben unserer Versicherten sicher und unter einer langfristigen Perspektive anzulegen. Dazu gehört auch, ökologische Risiken wie den Verlust der Biodiversität angemessen zu berücksichtigen und Unternehmen dazu anzuregen, ihre Geschäftsmodelle zukunftsgerichtet weiterzuentwickeln.

Wir unterstützen die Arbeit von Ethos und beteiligen uns über die Stiftung am kontinuierlichen Dialog mit Unternehmen. So tragen wir dazu bei, Risiken zu verringern und die langfristige Wertentwicklung zu sichern – im Interesse unserer Versicherten und künftiger Generationen.
Wir sind gerne für Sie da
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